Artikel
Neuer Intensivtransporthubschrauber eingeweiht - Online-Artikel auf johanniter.de
Transskription des Artikels "Neuer Intensivtransporthubschrauber eingeweiht", erschienen am 02. Juni 2010 auf www.johanniter.de.
Neuer Intensivtransporthubschrauber eingeweiht
Ministerin Schwesig nimmt an feierlicher Einweihung teil / Hubschrauber schließt Lücke des Intensivtransportes in Mecklenburg-Vorpommern
Im Beisein der Ministerin für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, ist am Mittwoch, 2. Juni 2010 der neue Intensivtransporthubschrauber Mecklenburg-Vorpommern an seinem Standort am Klinikum Südstadt in Rostock offiziell eingeweiht worden. Vor rund 100 geladenen Gästen und Schaulustigen landete der Hubschrauber vom Typ Eurocopter AS 365 N (Dauphin II) vor dem Hangar des Klinikums. Pastor Henry Lohse, Pastor der Innenstadtgemeinde Rostock, nahm die feierliche Zeremonie vor. Die Maschine ist bereits seit April im Einsatz. Der Intensivtransporthubschrauber wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Kooperation mit der Rotorflug GmbH und dem Klinikum Südstadt Rostock betrieben.
In ihrer Ansprache betonte Ministerin Schwesig die Bedeutung des neuen Intensivtransporthubschraubers der Johanniter für das Flächenland Mecklenburg-Vorpommern. "Je schneller ein Patient behandelt werden kann, desto besser stehen seine Heilungschancen", sagt Frank Baudisch, Regionalvorstand der Johanniter im Verband Mecklenburg-Vorpommern Nord. "Mit den neuen Hubschrauber ist nunmehr ein den hohen Ansprüchen genügender Intensivtransport möglich: Auch weiterhin können wir damit Intensivpatienten Tag und Nacht in die erforderlichen Spezialkliniken verlegen."
Der neue Intensivtransporthubschrauber der Leistungsklasse 1 nach JAR-OPS (Betriebsvorschriften für den Verkehr mit Helikoptern) ist deutlich größer und leistungsfähiger als sein Vorgänger: Mit einer Reichweite von rund 1000 km, einer Reisegeschwindigkeit von ca. 300 km/h und einer Leistung von 1500 PS können auch weiter entfernt gelegene Kliniken bis ins benachbarte Ausland binnen kürzester Zeit angeflogen werden. Für Patienten bedeutet die Einführung des neuen Hubschraubers einen schnelleren und schonenden Transport: Auch während des Fluges können Ärzte den Zustand des Patienten überwachen und bei Bedarf sofort eingreifen. Neben dem Piloten, einem Rettungsassistenten und dem Notarzt bietet der mit modernster Medizintechnik ausgestattete Hubschrauber Platz für bis zu drei weitere Personen, zum Beispiel für ein Neonatologieteam, das sich um den Patienten kümmern kann. Der Hubschrauber ist unter anderem mit Beatmungstechnik, sechs Injektomaten, Absaugung, Vakuummatratze und etlichem Zubehör ausgestattet. Über ein erweitertes Monitoring verfolgen die begleitenden Ärzte die Vitalfunktionen des Patienten. Für die Verlegung von so genannten "Frühchen" steht ein eigener Inkubator zur Verfügung.
Zu den Gästen und Rednern zählten neben der Präsidentin der Bürgerschaft, Karina Jens, auch der ärztliche Direktor des Klinikum Südstadt Rostock, Prof. Dr. Kaja Ludwig, der Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Andreas Crusius, der ärztliche Leiter Rettungsdienst Rostock, Dr. Bert Werner, der Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Notärzte e.V., Dr. Ralf Baetgen und der Vorstandsvorsitzender der AOK Mecklenburg-Vorpommern, Friedrich Wilhelm Bluschke.









