Artikel
Stromtrassen werden im Bergland des Landkreis Saalfeld-Rudolstadt aus der Luft frei gesägt - Online-Artikel auf tlz.de
Transskription des Online-Artikels "Stromtrassen werden im Bergland des Landkreis Saalfeld-Rudolstadt aus der Luft frei gesägt" von Michael Graf, erschienen am 06.12.2010 auf tlz.de.
Stromtrassen werden im Bergland des Landkreis Saalfeld-Rudolstadt aus der Luft frei gesägt
Sie taugt zum Star eines Horrorfilms: die Säge mit eigenem Aggregat und acht großen Sägeblättern, die am Wochenende (4./5. Dezember) in Deesbach über lange Rohre an einen Hubschrauber angehängt wurde.
Deesbach. Allerdings ist sie kein Requisit für Dreharbeiten, sondern bedeutet Hilfe aus der Luft für den Thüringer Energieversorger Eon.
In den vergangenen Tagen waren immer wieder Bäume, welche die Schneelast nicht mehr tragen konnten, auf Freileitungen gestürzt und drohten auch weiterhin zu brechen. Dies machte nach den Worten von Eon-Pressesprecher Martin Schreiber den Einsatz für Reparaturen zu gefährlich. Darum forderte das Unternehmen seinen Partner Rotorflug aus dem Hochtaunus-Kreis an.
Pilot Jürgen Schütz startete zunächst zu Erkundungsflügen, um dann mit der "Monstersäge" alles Störende zwischen Leitung und Baumbewuchs zu beseitigen. "Dabei wird nur punktuell geschnitten, damit die Bautrupps an die Leitungen heran kommen", sagte Jürgen Engelhardt, Netzverantwortlicher von Eon für den Bereich Neuhaus. Das Team von Rotorflug habe extra einen Einsatz in der Pfalz abgebrochen, um bei der Störungsbeseitigung in Thüringen zu helfen, fügte er an. Die Säge könne übrigens in bis zu 25 Metern Höhe über den Stromtassen angesetzt werden. Laut Auskunft Schreibers waren die Strecken Oberweißbach - Lichte, Lichte - Deesbach und Reichmannsdorf - Meura von Spannungsausfall wegen umgestürzter Bäume betroffen. Mit Umschaltungen oder auch Notstromaggregaten sei die Versorgung aber wieder gewährleistet worden.
Michael Graf / 06.12.10 / OTZ








